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NLB-Herren mit Sieg und Niederlage in Spitzenspielen

Die beiden NLB-Spitzenspiele zuhause im TTZ Ebnat hielten das, was man von der Affige erwarten durfte. Neuhausen I zeigte im Spitzenspiel eine nahezu perfekte Leistung und wies Verfolger Rapid Luzern mit dem 10:0-Kantersieg überaus deutlich in die Schranken. Neuhausen II kämpfte gegen CTT Bulle über drei Stunden um Punkte und verlor zuletzt mit 4:6 etwas unglücklich.

Neuhausen I trat wie erwartet in der Topbesetzung mit Maxim Chalplygin (A20), Mate Bruckner (A20) und Elias Hardmeier (neu A20) topmotiviert und gut vorbereitet gegen Verfolger Rapid Luzern zum Spitzenspiel an. Im gut besuchten Tischtenniszentrum Ebnat zeigten die Hausherren gleich von Beginn an, dass sie um jeden Punkt fighten und sehr gut in Form sind. Rapid Luzern trat in der erwarteten Formation mit Simon Huth (A19), Nico Jovchev (A19 und Dimitri Brunner (A19) an und resignierte schon früh im Spiel. Chaplygin und Bruckner siegten zum Auftakt je 3:0 gegen Huth und Brunner, während Hardmeier gegen Jovchev den zweiten Satz mit 9:11 abgab, danach sich aber schnell steigerte und den Sätzen drei und vier deutlich dominierte.Ähnlich verlief die zweite Runde. Diesmal siegten Chalplgyn und Hardmeier je 3:0 gegen Jovchev und Brunner, während Bruckner gegen Huth nach 0:1 zulegte und mit 3:1 sicher gewann.

Matte Bruckner

Mate Bruckner A20

Beim 6:0-Zwischenstand vor dem Doppel war eine erste Entscheidung bereits gefallen, Neuhausen stand als Sieger fest. Allerdings mussten noch zwei weitere Siege aus den letzten vier Partien gewonnen werden um die maximale Punkteausbeute zu erreichen. Dementsprechend liess im Doppel das Neuhauser Duo Chalplygin/Bruckner gegen Huth/Jovchev nichts anbrennen und siegte in vier Sätzen. In den letzten drei Einzeln zeigte sich dasselbe Bild wie zuvor: Die heute sehr stark agierenden Chaplygin und Hardmeier liessen ihren Gegnern keine Siegeschance und siegten je 3:0. Spannend machte es Bruckner, der gegen Jovchev 0:2 im Rückstand lag und danach das Spiel mit 11:5, 11:4 und 11:5 drehte. Mit dieser Topleistung hat sich das TTCN-Fanionteam nun eine sehr gute Ausgangslage für die Aufstiegs-Playoff geschaffen. Mit sieben Punkten Vorsprung besteht ein "dickes Polster" für die restlichen fünf Spielen um Platz 1 in der Tabelle zu halten.

Doppelsieg

Doppelsieg

Zeitgleich fand das zweite Spitzenspiel zwischen Neuhausen II und CTT Bulle statt. Die Neuhauser traten mit dem Stammteam mit Mauro Schärrer (A18), Matti Pelz (A17) und Lakith Jayanetti (neu A17) an. Tabellenführer CTT Bulle trat mit dem 28-fachen Schweizer Meister Thierry Miller (A19), Luca Anthonioz (A18) und Andy Perroud (A17). Das junge Neuhauser Team geriet dabei rasch in Rückstand. Zwar holte Mauro Schärrer gegen Andy Perroud rasch den ersten Punkt, aber Pelz gegen Miller (10:12 im fünften Satz) und Jayanetti gegen Anthonioz (0:3) verloren ihre Spiele. Danach zeigte Altmeister Miller seine immer noch grosse Klasse und Routine auch gegen Schärrer. In einem sehenswerten Spiel verliefen alle Sätze ausgeglichen und selten lag ein Spieler mehr als zwei Punkte in Front. Zuletzt verlor Schärrer gegen Miller mit 9:11, 11:7, 12:14 und 16:18. Etwas überraschend verlor Pelz auch gegen Antonioz (0:3) und Jayanetti siegte mit 3:2 gegen Perroud. Beim Zwischenstand von 2:4 kam dem Doppel eine vorentscheidende Rolle zu: Mit einem Neuhauser Sieg ist das Heimteam zurück im Spiel, bei einer Niederlage wäre die Niederlage fast schon besiegelt gewesen. Pelz/Schärrer zeigten gegen Miller/Anthonioz dass sie sehr gut harmonieren. Mit einer starken Leistung siegten sie 3:2 und verkürzten auf den Zwischenstand von 3:4. Zwar lagen die Vorteile immer noch der Hand des Gastteams, aber ein 5:5 lag wieder im Bereich des Möglichen für das Heimteam. Schärrer spielte gegen Anthonioz weiter stark und siegte 3:0. Am Nebentisch steigerte sich Jayanetti gegen Miller deutlich und lag mit 2:1 und 7:4 in Führung. Miller kam auch in dieser Partie zurück und drehte den Match im fünften Satz für sich. Beim 4:5-Rückstand und bereits mehr als drei Stunden Spielzeit musste die Entscheidung im letzten Einzel Pelz gegen Perroud fallen. Pelz startete besser ins Spiel und lag 1:0 und 2:1 in Führung. Mit dem Rücken zur Wand steigerte sich Perroud deutlich und gewann den vierten und fünften Satz deutlich und sicherte sich seinem Team den Punkt zum 6:4-Erfolg. Damit baute CTT Bulle seine Tabellenführung in der NLB-Westgruppe aus und könnte in den Aufstiegs-Playoff auf Neuhausen I treffen.

Im anschliessenden Interview mit TTCN-Präsident Urs Schärrer zeigte sich Miller zufrieden mit seiner Leistung und blickte zurück auf 1996 als er das Neuhauser NLA-Team vor sehr vielen Zuschauern und grandioser Stimmung zum ersten Schweizer Meister Titel in der Vereinsgeschichte führte. Miller gab Einblick in sein Leben nach seiner Tischtennis-Profikarriere und freut sich bereits auf das nächste Spiel gegen Neuhausen. 

Thiery Miller

Thierry Miller 

 

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